Nolte Küchen löst logistischen Engpass mit AS2-Gateway
Auf der Suche nach einer Lösung, wie die mangelhafte Abstimmung zwischen LKW-Anlieferungen aus der Region und dem deutlich späteren elektronischen Eingang der Lieferscheine beseitigt werden kann, stößt Nolte Küchen auf das Internetprotokoll EDIINT AS2 und das neue Kommunikationsmodul der EDI-Lösung i-effect®.

Die zweitgrößte Küchenmarke Deutschlands, deren Wurzeln bis in die 30er Jahre zurückreichen, wird weltweit in 42 Länder exportiert. Entworfen und produziert wird an den Standorten in Löhne, der so genannten „Weltstadt der Küchen“ und im 30km entfernten Melle. Dorthin werden auch die
Zukaufartikel wie Elektrogeräte just-in-time angeliefert. Um die produzierten und zugelieferten Artikel für die Verladung zusammenzuführen, ist das Logistikzentrum Melle mit einer Technik ausgestattet, die in Deutschland
als führend gilt. Nolte Küchen kommuniziert mit 200 Lieferanten, darunter namhafte Firmen wie Bosch und Siemens Hausgeräte, Blum, Egger, Hettich und Kesseböhmer. Monatlich gehen ca. 1500 Bestellungen als
EDIFACT und
ca. 1000 als PDF an die Handelspartner. Eine Bestellung umfasst wiederum bis zu 100 Bestellpositionen. Umso eindrücklicher die Vorstellung, dass LKW mit kürzeren Anfahrtswegen vor den Toren warteten, bis die Lieferavis, die zur Wareneingangsbuchung herangezogen werden, eingetroffen waren.
Den Verzug führt Systemverwalter Herbert Czerwonka auf die eingeschränkte Übertragungskapazität der Businessmail X.400 zurück, über die mit 25 Partnern u.a. ORDERS, Bestellbestätigungen, Zahlungs- und Lieferavis ausgetauscht werden. „Da die Datenübertragung mit hohem Volumen über ISDN wesentlich langsamer
ist, trafen die DESADV oft erst eine halbe Stunde nach den LKW ein.“ Die Problemlösung sollte aber die gewichtigen Vorteile von X.400 miteinbeziehen: “Die Telebox genießt einen guten Ruf unter unseren Partnern und gilt als sicherer Übertragungsweg“.
Der IT-Beauftragte stieß just zu dem Zeitpunkt auf EDIINT AS2, als die menten GmbH auf ihn zukam und ihm das Modul i-effect
® *AS2 vorstellte. Das Internetprotokoll überträgt echtzeitfähig bei jedem Volumen: „Die Daten werden jetzt nicht mehr
per Einwahl sondern über das AS2-Gateway von T-Systems bereitgestellt und erreichen binnen 2-3 Minuten die Telebox“, so Czerwonka. Direkt über AS2 kommuniziert Nolte Küchen bis dato mit drei Partnern. Dedizierter AS2-Kommunikationsserver ist die iSeries 810.

Nolte Küchen sattelte bereits 2001 von einer leistungsschwächeren PC-Anwendung auf die serverbasierten Telebox- und EDIFACT-Module der i-effect
®
Vorgängerprodukte um. „Wir wollten eine Lösung an der Stelle, wo die Daten erzeugt werden. Unsere entscheidenden Geschäftsprozesse laufen direkt auf der iSeries. Die Konvertierungs- bzw. Kommunikationssoftware sollte
das auch“ begründet Herbert Czerwonka den damaligen Umstieg auf die native Standardlösung. Der Tipp von einer unabhängigen EDV-Beratung, sich die Produkte der menten GmbH anzuschauen, erwies sich für Systemverwalter
Czerwonka als goldrichtig: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis war unter den Mitbewerbern das Attraktivste. Andere boten Gesamtpakete, die Funktionen hatten, die nicht benötigt wurden und somit zu teuer waren“.
Nolte Küchen bildet mit i-effect
® neben dem klassischen EDI-Workflow auch weitere dokumentenbezogene Prozesse im Bereich Materialwirtschaft ab: Auf der i5 550 konvertiert i-effect
® Spool-Bestelldaten in PDF-Dokumente, um sie anschließend an ca. 75 Lieferanten per
E-Mail zu versenden. Das ist übrigens der einzige Prozess, den Herr Czerwonka nicht von i-effect
® automatisiert ausführen
lässt, da der Disponent erst nach der persönlichen Qualitätssicherung den Versand auslöst bzw. sich im Einzelfall das PDF zuerst ausdruckt. Das Modul i-effect
® *DBEXPORT exportiert Produktionsdaten direkt aus der
DB2 und
konvertiert sie in die editierbaren Formate TXT, XLS oder CSV, um von den Partnern direkt digitalisiert weiterverarbeitet werden zu können. Die Produktionsdaten werden zur Bereitstellung von i-effect
® in ZIP komprimiert.
Herbert Czerwonka bescheinigt i-effect
® und seinen Vorgängern einen reibungslosen Betrieb. Die Erstimplementierung erfolgte „schnell und einfach“,
ausstehende Mapping-Feinheiten wurden von menten „zügig erledigt“. Die Umstellung auf i-effect
® und der Upgrade auf AS2 zogen hingegen ein paar
typische Anpassungsprobleme nach sich. Während beim Upgrade i-effect
® Konfigurationsdaten nicht übernahm, verursachte beim Hinzukauf von
AS2 ein fehlendes PTF von IBM Probleme bei der
Telebox-Einwahl. „Es musste mit ein paar Hackentricks gearbeitet werden, um die Prozesse am Laufen zu halten“, so Czerwonka.
Doch seit Beseitigung der Anfangshürden und Dank des immer zeitnah guten Supports der menten GmbH „läuft wieder alles sehr gut“.
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